ULI ACKERMANNN - GUITAR HEIRI BELKNER - DRUMS HANS HOFF - VOCALS HELMUT PARNITZKE - BASS

Wenn du morgens aufstehst, und du fühlst dich schlecht, dann ist es der Blues. Wenn deine Frau dich verlassen hat für einen anderen, dann ist es der Blues. Wenn du nicht weißt, wo du heute Abend deinen Hut hinhängen sollst, dann ist es der Blues. Der Blues ist ein trauriges Gefühl, das man hören kann, das man fühlen kann, dass man aber auch genießen kann. Ohne Blues kannst du auch Buchhalter werden. Ohne Blues fehlt dir was im Leben.
Genau deshalb spielen wir den Blues. Wir wissen, dass es manchmal ganz dicke kommt. Aber dann spielen wir den Blues, und der Blues spielt mit uns. Im Blues liegt Trost, liegt Melancholie, liegt Hoffnung. Wer den Blues singt, lässt sich nicht lähmen vom Alltag. Wer den Blues hat, weiß, dass er nur lange genug wehklagen muss, dann scheint wieder die Sonne. Und wenn sie nicht weiter scheint, dann hast du immer noch den Blues.
Wir spielen den Blues, und für uns reicht der Blues von den Tagen der unterdrückten Baumwollpflücker bis in die elektrifizierte Jetztzeit. Blues ist nicht abhängig von der Technik, Blues ist da, wo das Gefühl ist. Hendrix hatte den Blues, Clapton auch oft, J.J. Cale ist ebenso ein Bluesmann wie B.B. King. John Mayer hat den Blues von Ray Charles geliehen, und John Bonamassa spielt den Blues so schön wie die frühen Fleetwood Mac.
Wir haben den Blues von all den Helden, aber spielen den Blues auf unsere Art. Mal laut, mal leise, mal verstärkt, mal unplugged. Wir können das, denn wir sind alle vier über 50, und wir haben schon ziemlich viel gesehen von dieser Welt. Wir erinnern uns gerne an das, was ging und das, was nicht ging. Wir hoffen auf das, was noch gehen könnte. Für uns grumpy old men gibt es mehr Gestern als morgen, genau das mögen wir.
Wir leben hier, wir leben jetzt, wir leben den Blues.
OLD LOVE LIVE NOVEMBER 2011 @ YOUTUBE